Nachhaltig Wandern in unserer Region

Nachhaltig Wandern in unserer Region

Durch Fridays for Future und die neuen Umweltbewegungen wird auch das Bewusstsein für nachhaltige Urlaube und Ausflüge, weniger Flugmeilen und Achtsamkeit der Umwelt gegenüber geschärft. Eine tolle Entwicklung, die neue und altbekannte Ausflugsmöglichkeiten aufleben lässt. Wandern steht als Alternative hoch im Kurs. Eins sein mit der Natur, den Blick ins Grüne schweifen lassen und den Duft von frischer Luft einatmen. Das klingt im ersten Moment nach dem perfekten Wandererlebnis. Doch wie nachhaltig und umweltschonend ist Wandern eigentlich und wie kann man einen bewussten Wanderweg einschlagen?

Die Region ruft

Wandern gleich Berge? In die Alpen wird man zwar mit außergewöhnlichen Wanderrouten, Panoramablicken und atemberaubender Bergluft gelockt, doch der Weg dorthin ist weit und erfordert eine lange Anfahrtszeit mit dem Auto. Wer auf Nachhaltigkeit setzt, wird vor unserer Tür von sagenhaften und nicht überfüllten Wanderrouten überrascht, die nur darauf warten, entdeckt zu werden.

Ob im bergischen Land oder in der Eifel – je nach Wohnort sind diese Ziele leicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit einer relativ kurzen Autofahrt erreichbar. So spart man nicht nur Co2 ein, sondern sich selbst auch den Stress einer langen An- und Abreise..

Wanderrouten im Rheinland

Wir haben hier ein paar regionale Wandergebiete zusammengestellt, die voller Sehenswürdigkeiten, Idylle und lehrreicher Naturkunde sind:

  • Nationalpark Eifel – auf den Spuren deutscher Vulkane
  • Naturpark Rheinland – eine einzigartige landschaftliche Vielfalt auf über 1.000 km²
  • Bergisches Land – vom Ruhrgebiet bis nach Königswinter am Rhein und Schloss Burg als Highlight
  • Wahner Heide – ein Naturschutzgebiet vor den Toren Kölns
  • Südeifel – Wandertour durch die Teufelsschlucht
  • Dhünntalsperre – Wanderwege durch einen 760 ha großen Wasserschutzwald

Wer mehr über sein Wandergebiet erfahren möchte, kann sich geführten Touren anschließen. Ausgebildete Guides belichten Flora, Fauna und Geschichte der Umgebung und machen die Wanderung zu einem einmaligen Erlebnis. Dort lernt man auch, nicht vom rechten Wege abzukommen. Viele unerfahrene Wanderer gehen auf Entdeckungstour Querfeldein, ohne sich bewusst zu sein, dass sie eventuell in einem Naturschutzgebiet brütende Vögel stören. Auch dieses Wissen trägt zu einem bewussten und nachhaltigen Wandern bei.

Weniger ist mehr

Doch bevor man sich auf den Weg macht, lautet die entscheidende Frage „Was packe ich ein?“ Atmungsaktive Kleidung und wetterfeste Ausrüstung erleichtern den Weg über Stock und Stein. Um auch in Sachen Wanderkleidung nachhaltig unterwegs zu sein, gibt es hier ein paar Tricks.

  1. Tragen, tragen, tragen: Outdoor-Kleidung ist robust und hält über Jahre. Man braucht nicht jährlich ein neues Modell Wander- oder Trekkingschuhe, nur um auf dem Wanderweg „en vogue“ zu sein.
  2. Fair und öko: Es gibt bereits viele Hersteller, die Kleidung, Rucksäcke und Co. ohne Chemikalien und aus recycelten Materialien herstellen.
  3. Abschleppen ist out: Brauche ich ein Zelt, zwei Regenjacken und ein paar Schuhe zum Wechseln? Meist wird für den Notfall zu viel eingepackt und dazugekauft.

Je nach Tour, Dauer und Übernachtung variieren Größe und Umfang der Ausstattung.

Für eine Eintagestour im Rheinland empfiehlt sich diese Grundausstattung:

Rucksack oder Daypack mit 15 – 20 Litervolumen, Sonnencreme, Sonnenbrille, Kopfbedeckung, Treckinghose mit abtrennbaren Hosenbeinen, eine Fleece- oder Funktionsjacke, festes und vor allem bequemes Schuhwerk (für kurze Strecken sind auch Sportschuhe eine gute Alternative), wiederverwendbarer Regenponcho, Trinkflasche, Ladekabel für Handy oder Kamera.

Unverpacktes Proviant

Auch in Sachen Proviant kann man ein nachhaltiges Zeichen setzen. Anstatt Alu- oder Frischhaltefolie einfach leichte, wiederverwendbare Tupperdosen und Trinkflaschen verwenden. So kann sich jeder individuell ein Lunchpaket zusammenstellen. Obst und Gemüse ohne Umverpackung geben die nötige Energie und natürlich darf auch ein Stückchen Schokolade für sich oder die Kinder nicht fehlen. Wer weitestgehend auf Plastik verzichtet, vermeidet unnötige Verpackungen und die Natur bleibt frei von Müll.

Mit diesen Tipps wandert man mit leichtem Schritt ins nächste Rheinland-Abenteuer und entdeckt seine Region aus einer ganz neuen Perspektive.

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